Verdun Frankreich 2018 - Team PAK

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Verdun 2018
Schlacht um Verdun 21.02.1916 - 20.12.1916

Die Schlacht um Verdun im Nordosten Frankreichs gehört zu den grausamsten und verlustreichsten Schlachten im Ersten Weltkrieg. Gegenüber standen sich die Oberbefehlshaber (Deutsche Seite) Erich von Falkenhayn, Kronprinz Wilhelm und (Französische Seite) Joseph Joffre und Henri Philipe Pétain mit insgesamt 125 Divisionen und ca. 4000 Geschützen gegenüber.  In dem 10-monatigen und ergebnislosen Stellungskrieg verloren in der „Hölle von Verdun – auch Blutpumpe“ genannt, geschätzten 700.000 bis 800.000 Menschen ihr Leben. Die genaue Zahl der bei Verdun Getöteten ist nicht endgültig geklärt. Die meist recht aktuell erstellten Verlustangaben in offiziellen Dokumenten bieten nur eine grobe Orientierung. Alleine auf deutscher Seite wurden fast 1.200.000 Mann durch die „Hölle von Verdun“ geschickt; bei den Franzosen verhielt es sich ähnlich, allerdings wurden dort die Truppen schneller durch ein Rotationssystem abgelöst.

Bei Kriegsbeginn gab es über 40 Befestigungen in und um Verdun, darunter 20 Forts und Zwischenwerke (ouvrages), die mit Maschinengewehren, gepanzerten Beobachtungs- und Geschütztürmen sowie Kasematten bestückt waren. Verdun gehörte somit zu den bestbefestigten Standorten in diesem Frontabschnitt. Zur Bekämpfung der französischen Infanterie stellte das deutsche Heer zahlreiche Geschütze der Kaliber 7,7 cm bis 21 cm bereit, während gegen die französischen Nachschublinien Kanonen mit großer Reichweite eingesetzt werden sollten. Hinzu kamen unter anderem 21-cm-Mörser, die besonders schlagkräftig waren. Daneben bot das deutsche Heer 17 Mörser vom Kaliber 30,5 cm auf. Die schwersten deutschen Geschütze, die in das Angriffsgebiet transportiert wurden, waren zwei (andere Quellen sprechen von drei) 38-cm-Schiffsgeschütze („Langer Max“) und 13 Mörser mit einem Kaliber von 42 cm, auch als „Dicke Bertha“ bekannt.

Am Morgen des 21. Februar 1916 feuerte um 8:12 Uhr deutscher Zeit (7:12 Uhr nach französischer Zeit) ein im Wald von Warphémont stehendes deutsches 38-cm-Schiffsgeschütz Langer Max eine Granate auf das 27 Kilometer entfernte Verdun ab. Die Granate sollte eine Brücke über die Maas zerstören, verfehlte jedoch ihr Ziel und explodierte entweder neben der Kathedrale der Stadt oder in der Nähe des Bahnhofs. Danach eröffneten die 1220 deutschen Geschütze aller Kaliber gleichzeitig das Feuer auf die französischen Stellungen und auf das Hinterland. Die Schwere des Beschusses, der nun über neun Stunden pausenlos und mit einer bis dahin nicht für möglich gehaltenen Intensität erfolgte, war in der militärischen Geschichte beispiellos. Die Angreifer selbst und die Männer auf der anderen Seite waren erstaunt und schockiert zugleich von der gewaltigen Wirkung dieses Bombardements, das seine Gewalt sogar noch ins Unermessliche zu steigern schien: Feldgeschütze kleiner und mittlerer Kaliber befeuerten die vordersten französischen Linien, die schweren Geschütze zielten auf die zweite und dritte Verteidigungsanlage, und die schwersten Kaliber nahmen die Versorgungslinien und die wichtigsten Festungswerke der Franzosen unter Feuer. Alleine am ersten Tag der Schlacht wurden auf deutscher Seite etwa 600 Soldaten getötet oder verwundet.

Durch die nahe gelegenen Versorgungslinien der Frontbahn mit ausreichend Munition versorgt, war auf dem gesamten Frontabschnitt eine Geschossmenge von etwa 100.000 Einschlägen pro Stunde möglich. Um 13:30 Uhr wurde das Geschützfeuer durch 150 Minenwerfer nochmals intensiviert, die in den Gräben und Sappen auf französischer Seite schwerste Verwüstungen anrichteten. Der Höhepunkt des Beschusses war um 16:00 Uhr erreicht: Die deutsche Artillerie ging zum Trommelfeuer auf die französischen Linien über. Nun feuerten die deutschen Geschützmannschaften unter Einsatz ihrer gesamten körperlichen Möglichkeiten und an den Leistungsgrenzen ihrer Geschütze.

Über die Voie Sacrée gelangte ein endloser Strom an Transportfahrzeugen, die in ganz Frankreich requiriert worden waren, in die Stadt. Blieb ein Wagen mit technischen Defekten stehen, wurde er einfach zur Seite geschoben, um einen Stau zu verhindern. Eine eigene Reserve-Division hatte die Aufgabe, die Straße instand zu halten. Die Truppen mussten neben der Straße auf den Feldern marschieren, um den Fluss an Transportfahrzeugen nicht zu unterbrechen. In der Anfangsphase der Schlacht mussten täglich 1200 Tonnen Material und Verpflegung auf 3000 Fahrzeugen an die Front geschafft werden, durch Beschlagnahmungen in ganz Frankreich wuchs der Fahrzeugpark während der Schlacht aber auf über 12.000 Fahrzeuge.

Der sichere Nachschub über die „Voie Sacrée“ sorgte dafür, dass die französische Armee den deutschen Angreifern in Bezug auf Kriegsgerät, Truppenstärke und vor allem schweren Geschützen allmählich ebenbürtig wurde. Für die schweren Geschütze mussten auf beiden Seiten immer stärkere Pferdegespanne eingesetzt werden, die Verluste waren unglaublich hoch – bis zu 7000 Militärpferde sollen an einem einzigen Tag umgekommen sein.

Auch 100 Jahre danach gibt es in und um Verdun unzählige Orte die besucht werden können. Viele Anlagen sind öffentlich zugänglich und teilweise auch relativ gut erhalten.

Wir haben folgende Anlagen / Orte besucht:

Fort Vaux
Etang de Vaux
Fort de Souville
Friedhof Fleury
Plate – forme Froide Terre
Casemates Pamart
Fleury-devant-Douaumont
Ossuaire de Douaumont
Mort-Homme 304
Voie Sacrée
Tranchée des Baïonnettes
Foret Domaniale de Verdun
Vauquois
Champ de Bateille 14 18
Souilly
Village Louvemont
Batterie sur Crete de Souville
La necropole nationale d Esnes-en-Argonne
Citadelle de Verdun
Caverne des 4 Cheminée
Meuse-Argonne American Memorial
Mémorial de Verdun
Ossuaire de Douaumont (Beinhaus / Friedhof)
Ville Verdun
Meuse De Vries Jean-Paul, Romagne-Sous-Montfaucon


Unser Besuch in Verdun………..

Wir stehen auf einem Friedhof inmitten von 16142 weissen Kreuzen,  in Ossuaire de Douaumont liegen zudem noch die Gebeine von 130.000 nicht identifizierten französischen und deutschen Soldaten. Wir können es kaum glauben…….. auch 100 Jahre danach ist die Schlacht von Verdun mit gesundem Menschenverstand nicht zu begreifen. Dörfer, Wälder, Flächen – ganze Hügel wurden dem Erdboden „flach“ gemacht, Generationen für ewig ausgelöscht. Auch heute noch, liegen in der Erde von Verdun immer noch die Gebeine von geschätzten 80000 Frontsoldaten. 1923 wurde durch die Forstverwaltung 36 Millionen Bäume gepflanzt, trotzdem, 300 Tage sinnloser Krieg haben Verdun für immer verändert -

nur eines haben sie leider bis zur heutigen Zeit nicht verändert, den Menschen …..


Quelle / Informationen:



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